Lesetext Burnout-Syndrom

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Warnsignale ernst nehmen

Burnout-Syndrom

Nervös, Müde, matt, schlaf- und appetitlos, schnell wechselnde Stimmungslage, anfällig für Infekte und psychosomatische Beschwerden bis hin zur Depression? Im neudeutschen Sprachgebrauch nennt sich das Zusammenkommen dieser Symptome "Burnout". Wer die Krankheit bekämpfen will, sollte sie möglichst früh erkennen und sich selbst gegenüber eingestehen.
Gewöhnlich entsteht eine Burnout-Krise durch das Zusammenspiel äußerer Umstände wie Arbeitsüberlastung, Termin- und Zeitnot, schlechtes Betriebsklima mit zu hohen Ansprüchen an sich selbst: "Das schaff ich schon"; "ich kann ihn doch nicht enttäuschen"; "Burnout haben nur Schwächlinge oder Erfolglose".
Ein Burnout-Syndrom entwickelt sich prozesshaft meist über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Der Betroffene durchlebt dabei unterschiedliche Phasen mit vielfältigen, zum Teil verhängnisvollen Konsequenzen für ihn und sein Umfeld.
Die Folgen stellen sich schleichend ein: Motivationsverlust, Leistungsabfall, innere Kündigung, Schwierigkeiten mit Beziehungen und Familie, Rückzug in die Isolation, Verlust des Arbeitsplatzes, Verzweiflung, Sinnleere, Selbsttötungsgedanken. Das Wichtigste ist es, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen und vor allem, sie zu akzeptieren, das heißt, sie sich selbst gegenüber einzugestehen.
Als Wege aus dem Burnout und Behandlungsmöglichkeiten nennen Psychologen ausreichenden Schlaf, physikalische Behandlungen wie Massagen und medizinische Bäder, körperliche Aktivität (Sport), gesunde Ernährung, Alkohol und Kaffe in Maßen, Nikotin meiden, Enstpannungstechniken, ein Hobby und das Aufrechterhalten von Kontakten mit Freunden und Verwandten.
Quelle: OM - Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin